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THEMA: CO2, Energiewende, Klimawandel

CO2, Energiewende, Klimawandel 11 Feb 2019 14:48 #1

  • jipégé
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  • Beiträge: 4443
Einmal mehr wurde in einer Volksabstimmung eine Chance vertan :
Mit dem knappen Mehr von 3'000 Stimmen wurde in Bern das kantonale Energiegesetz bachab geschickt. Alle spüren ihn und alle sprechen über den Klimawandel, aber wenn's mal ernsthaft darum geht, dann wird "Trump" gespielt.

Unter Anleitung der Hauseigentümer, Wirtschaftsverbände, FDP und SVP wurden wieder mal schwarze Teufel an die Wand gemalt. Ausnahmsweise mussten dieses Mal nicht der Standard-Spruch "Arbeitsplätze" hinhalten, dafür waren's u.a. die "Bürokratie" und die "Mieten" - als ob sich diese Gruppierungen jemals gross um Mieten gekümmert hätten.

Mit diesem Energiegesetz wäre es klar schwieriger geworden, bei Neubauten und Sanierungen wiederum fossile Heizungen einzubauen. Der Anteil der Gebäude am gesamten Energieverbrauch beträgt ca. 50% und ca. 30% aller CO2-Emissionen stammt aus Wohn- und Industriebauten. Bessere Wärmedämmungen, sparsame und effiziente Energienutzung, Einsatz von erneuerbaren Energien, Einführung des Gebäudeenergieausweises, Finanzhilfen auf der Grundlage einer zeitlich befristeten Förderabgabe - das waren die Elemente des Gesetzes.

Die Gegner beklagten die "masslose Bürokratie, die unverträglichen und kontraproduktiven Massnahmen, den Zwang zum Gebäudeenergieausweis und die Stromsteuer". Die Fördermassnahmen sollen aber gleichwohl fliessen. Und dazu kam der sattsam bekannte Spruch "Ausserdem funktioniert's in der Schweiz mit der Freiwilligkeit sowieso besser mit irgendwelchen Gesetzen !!!
Man denke da nur an die Lohngleichheit von Mann und Frau, auch die baut auf der vielgerühmten Freiwilligkeit, obwohl sie seit in der Verfassung und seit 1966 in Gesetzen steht - sie wird noch weitere hundert Jahre hoffnungsvoll auf diese Freiwilligkeit bauen ...


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter
Letzte Änderung: von jipégé.

CO2, Energiewende, Klimawandel 11 Feb 2019 15:25 #2

Die gegnerischen Argumente, wie Jjpégé sie hier aufzählt hat man überall gelesen. Und deren Verurteilung von jjpégé teile ich voll und ganz.
Ein Argument, was aber nicht hier steht, und welches auf Seiten der Wohnungseigentümer und gut Betuchten unbekannt ist, scheint mir ausschlaggebend zu sein für das knappe Resultat.
Es ist hier zu Lande üblich, dass Hauseigentümer und Vermieter immer bestrebt sind, grossen Wohnkomfort mit möglichst den neusten Techniken anzubieten, weil dies auch den grösst möglichen Verdienst im Rahmen der "guten Moral" verspricht.
Mit der Annahme des vorgeschlagenen Gesetzes wären Tür und Tor geöffnet worden, alte noch durchaus tüchtige Heizanlagen auf Grund des Gesetzes und mit sehr gutem Gewissen zu erneuern und den Mietzins rassig zu erhöhen.
Die Schweizer sind ein Volk von Mietern und leben in einem Land mit sehr hohen Wohnungsmieten!
Und das zweite kaum erwähnte Argument dagegen: Was soll die kleine Schweiz sich in hohe Investitionskosten und Mieterhöhungen stürzen, ist doch die Wirksamkeit dieses Beitrages, der dadurch für die weltweite Klimaerwärmung geleistet würde, wie ein Mäusepiss ins Mittelmeer.
Weder die sicher richtige Vision im Gesetzesvorschlag noch die Investitions-Möglichkeiten der gut Situierten vermögen die aktuelle Volksmeinung zu ändern. Die Musterknabenrolle ist längst nicht mehr in! Vor allem, weil auch die Befürworter nach wie vor im Winter die mit schweren Dieselfahrzeugen ins Land transportierten Südfrüchte und Gemüse auf ihrem Speisezettel haben und mit den Kerosinschleudern durch die Lüfte in den hohen Norden, in die Karibik oder sonstwo hin fliegen.

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CO2, Energiewende, Klimawandel 31 Mär 2019 08:08 #3

Zitat Andreas:

Vor allem, weil auch die Befürworter nach wie vor im Winter die mit schweren Dieselfahrzeugen ins Land transportierten Südfrüchte und Gemüse auf ihrem Speisezettel haben und mit den Kerosinschleudern durch die Lüfte in den hohen Norden, in die Karibik oder sonstwo hin fliegen.

Das sehe ich auch so.


Können/wollen wir persönlich etwas tun?

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Letzte Änderung: von carmen.
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