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THEMA: Zwei unterschiedliche Erlebnisse

Zwei unterschiedliche Erlebnisse 07 Jan 2019 15:26 #1

  • Thedy
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Zwei unterschiedliche Erlebnisse in Namibia

Vom 17. März bis 4. April 2003 habe ich mir eine 3. Namibia Reise selber organisiert, eigentlich wollte ich 4 oder 5 Wochen planen, fand dann aber keinen Bekannten, der mit mir dieses wundervolle Land besuchen wollte oder konnte.

So flog ich am Montag 17. März 2003 mit South African Airways nach Joburg (Johannesburg) und etwas später gleich weiter nach Windhoek. (Hauptstadt von Namibia) Da ich am Flughafen in Joburg so schön Zeit hatte löste ich gleich noch einige Traveller-Checks ein. (ja das gab es damals noch) So musste ich mich dann in Windhoek nicht mehr um das Bargeld kümmern. Denn die beiden Länder Südafrika und Namibia haben wohl ihre eigenen Währungen, diese sind aber 1 zu 1 austauschbar. (1 Namibia $ = 1 SA Rand)

Circa um 13.30h des 18. März landete ich in Windhoek, wo mich Barbara am Flugplatz abholte. Barbara ist die Ehefrau von Manfred, sie führen zusammen mit Erfolg ein Fahrzeugvermietungs-Geschäft. Wir sind sehr gute Freunde geworden seit meinem ersten Kontakt mit Ihnen im Jahr 2001.

Bei Ihnen zuhause erledigten wir den Papierkrieg für die Automiete und die Unterkünfte die sie für mich reserviert hatten. Dann übernahm ich das Auto einen Toyota Condor mit Hinterradantrieb. Barbara machte mich auch noch mit den neusten Diebstahlsicherungen des Autos bekannt. Es war fast das gleiche Modell das ich mit meinem Freund Silvano schon vor zwei Jahren gemietet hatte. Selbstverständlich überbrachte ich den zwei Österreicher einige Päckchen von den besten Schweizer Käsesorten, denn ich wusste, dass sie den so gerne genossen.

Da ich mich in dem Quartier schon etwas auskannte. Fuhr ich anschliessend gleich noch diverse Sachen einkaufen, eine Liste hatte ich schon in der Schweiz vorbereitet, Mineralwasser, Bier, Biskuits, die herrlichen Fruchtsäfte von Ceres aus Südafrika durfte ich auch nicht vergessen. Dann natürlich noch Eis für die kühl Box.

Dann war ich soweit um mich zum Hotel Onganga zu begeben. Auch das fand ich auf Anhieb wieder. Im Hotel bekam ich ein schönes Zimmer und gegen Abend bestellte ich mir zum Nachtessen eine Omelette mit Schinken und ein kleiner Salat. Ich brauchte kein grosses Essen, denn anschliessend wollte ich gelegentlich schlafen gehen.

Ich hatte sehr gut geschlafen als ich am nächsten Morgen durch die Sonne geweckt wurde. In aller Ruhe machte ich meine Morgentoilette um anschließend ein sehr schön arrangiertes Frühstück Buffet zu geniessen. Dann packte ich meine Sachen in den Wagen und verabschiedete mich vom Hotelbesitzer. Ich wollte wieder hierher kommen vor dem Heimflug. Der Hotelbesitzer ist ein Deutsch Südwester, das heisst im dortigen Jargon sie stammen von ehemaligen Deutschen Kolonisten ab.

Dann suchte ich meinen Weg durch die Stadt zur Umfahrungsstrasse in Richtung Norden. Es war einfacher als ich dachte, denn das Onganga Hotel liegt im östlich gelegenen Stadtteil „AVIS“, das ist das erste Quartier der Stadt, wenn man vom Internationalen Flughafen herkommt. Die Umfahrungsstrasse liegt im Westen der Stadt, sie ist für den Nord – Südverkehr des Landes gebaut. Sie heisst B2, ich konnte also nur den Wegweiser nach der B2 folgen.

Zuerst fuhr ich auf der B2 bis Okahandja, dort ging’s auf den Abzweiger nach Swakopmund bis nach Karibib. In Karibib zweigt man nach Omaruru ab. Es war so herrlich warm und die Luft voller Düfte der Halbwüste, der verschiedenen Büsche, Gräser und Blumen.

Um ca. 13.40h war ich nach ca. 220 km bei der Omaruru Lodge. Ein Teil der Naturstrasse zur Lodge war unter Wasser, vermutlich wegen einem Gewitter, das in den Tagen zuvor nieder gegangen war. Bevor ich das Wasser durchfuhr lotete ich dessen Tiefe mit einem Stecken aus. Ich wollte nicht riskieren dort stecken zu bleiben.


Der Bungalow in der Omaruru Lodge

In der Lodge bekam ich den Bungalow „Haartebeest“, die Bungalows haben alle Tiernamen.
Nach einer kühlenden Dusche setzte ich mich auf die Veranda des Restaurants mit einem Bier und beobachtete die diversen Tiere die dort zur Wasserstelle kamen. Eland Antilopen, die sonst zu den scheuesten gehören kommen da vorbei, genau wie Nashörner oder Zebras und sonstige Antilopen und Gazellen die zur Lodge gehören.

Am nächsten Morgen, dem 20.3.2003 bin ich nach dem Morgenessen gleich losgefahren, bis zur Ortschaft Omaruru ist es ca. 15 km., dort habe ich noch getankt und meine Kühlbox mit Eis nachgefüllt. Dann fuhr ich nur auf Naturstrassen bis Uis und von dort zum Parkplatz der „White Lady“. So wird eine berühmte Felszeichnung aus längst vergangenen Zeiten benannt. Aber erstens ist die „White Lady“ keine Lady sondern ein Mann, sprich Jäger der dargestellt wird, zweitens ist es im Nachhinein betrachtet die Mühe nicht wert diesen beschwerlichen Weg in der Mittagshitze auf sich zu nehmen.



Ich quälte mich mit einem Führer eine Stunde zwischen aufgeheizten Felsen mit wenig Schatten bis zu dieser Felsmalerei. Kopfbedeckung und genügend Wasser (ca. 1,5 l) muss man mitnehmen. Auf das wird man am Eingang beim lösen des Eintritts aufmerksam gemacht.

Ich war bei der Rückkehr wirklich erlöst als ich meinen Mietwagen auf dem Parkplatz sah. Eigentlich kann man fast nicht früher bei diesem Parkplatz sein, denn der nächste Ort ist Uis und dort gibt es ausser für Tramper keine vernünftige Herberge.

Aber ein positives Erlebnis hatte ich an jenem Tag trotzdem, am Morgen auf dem Hinweg nahm ich ca. 50 km. vor Uis einen schwarzen etwa 14 jährigen Jungen mit und plauderte etwas mit ihm. Sein Name war Ricardo. Er musste nach Uis zur Schule, er hatte also einen Schulweg von 50 km.!! Das Auto der Familie sei kaputt erzählte er mir. Ich vermutete eher sie hatten gar kein Auto. Ich fragte ihn kurz vor der Ankunft in Uis wann denn die Schule wieder aus sei, circa um 16.00h sagte er mir. Ja, wenn ich dann auf dem Heimweg sei, würde ich ihn mitnehmen, sagte ich so nebenbei.

Also, ca. um 11.00h stieg der Junge bei mir aus dem Auto. Ungefähr um 15.15h kam ich auf dem Rückweg wieder an der Schule vorbei und schon winkte mir der Junge vom Strassenrand.

Es wollten dann noch ca. ein halbes Dutzend gleichaltrige einsteigen und mitfahren, das war mir dann aber doch eine zu grosse Verantwortung.

Der Junge zeigte mir dann vor dem Aussteigen noch sein Zeugnis, das er von seiner Mutter unterschreiben lassen musste. Er hatte vermutlich etwa die gleich schlechten Noten wie ich in seinem Alter. Nur mein Schulweg war weniger weit und weniger mühsam!! Er gestand mir beim Abschied, er wolle mal Arzt werden. Ich hoffe für ihn, dass es klappt.

Laut dem Schweizer Besitzer der Omaruru Lodge, Herr Domenig, ein ehemaligen Architekt aus Chur, kann man südlich von Omaruru in den Erongo Bergen viel mehr solche Felszeichnungen ansehen und es sei viel weniger mühsam dahin zu gelangen.

Herr Domenig muss sehr reich sein, denn die Lodge und sein privater Wildpark stehen auf ca. 4000 Hektaren Land. Das Wild das auf seinem Wildpark lebt hat er alles auf Auktionen gekauft. (Elefanten, Nashörner, Eland Antilopen, Springböcke und Impala Antilopen etc.)
Am Freitag 21. März verliess ich die Omaruru Lodge und machte mich nach dem obligaten auftanken und dem Eis auffüllen der Kühlbox auf die Teerstrasse nach Otjiwarongo. Kurz nach Kalkfeld nahm ich dann die Naturstrasse die direkt nach Outjo führte. Es war wundervoll ich war wieder ganz alleine auf weiter Flur. Kaum je ein Auto zu sehen.


Mein Bungalow bei Guggi

Das Wetter war wolkenlos und warm. Kurz nach Mittag traf ich dann bei Guggi (sie heisst eigentlich Gudrun) und Willi ein, sie führen das ETOSHA Garden Hotel in Outjo, ich wurde herzlich begrüssten und willkommen geheissen. Guggi und Willi sind eingewanderte Österreicher und ich kenne sie seit dem Jahr 2000, meiner ersten Reise nach Namibia.

Ich überbrachte Ihnen ebenfalls eine Packung Schokolade und dann setzten wir uns für ein kleines Bier und etwas Geplauder unter die Schatten spendende Akazien im Garten. Im Moment hatten sie nicht gerade viele Gäste und somit Zeit für einen Schwatz. Ich bekam eines der besten Zimmer die sie hatten.

Zum Abendessen gab es wieder einmal jene Auswahl an diversen Speisen, die sich andere Gastbetriebe als Beispiel nehmen könnten. Ich genoss in der folgenden Nacht einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Am Morgen des 22. März einem Samstag fuhr ich zum ersten Mal wieder in den Etosha N.P. das sind von Guggi aus ca. 100 km. alles asphaltierte Strasse. Man muss dann am Gate ein Formular ausfüllen, dann kann man in den Park fahren, muss aber noch beim Office im Camp Okaukuejo vorbeisehen. Denn erst dort kann man den Tageseintritt bezahlen.

Das Wetter war leicht bewölkt, das hat mich dann den ganzen Tag begleitet. Ich sah viele hundert Zebras eine Menge Antilopen aller Arten und am Wasserloch „Elefants Bath“ war ich zeuge einer kleineren Rangelei zwischen zwei Elefanten Bullen.


Das Bild ist nicht gerade der Hit, aber gekämpft haben sie

Gegen Mitte Nachmittag machte ich mich dann wieder auf die Rückreise nach Outjo.

An diesem Abend kam die Reisegesellschaft von Voegele Reisen an. Etwas sehr spät so dass die meisten der Reisenden gar nicht mehr essen mochten. Natürlich zum Verdruss von Guggi. Sie gestand mir dann am folgenden Morgen, bei dieser Gruppe hätte Sie für Getränke und Essen im Schnitt pro Person ungefähr 15.-N$ ( SFr. 3.--) eingenommen. Es waren ca. 20-25 Personen.

Am Sonntag den 23. März nahm ich mir frei. Im Schatten der diversen Akazien und Palmen des Etosha Garden Hotels schrieb ich diverse Ansichtskarten und las in einem Buch, später holte ich mir vom Bancomaten im Städtchen nochmals Bargeld mit der EC-Direct Karte.

Plötzlich bemerkte ich, dass Guggi ganz nervös hin und her lief, was nicht unbedingt ihre Art war. Ich fragte ob ich irgendwie helfen könnte. Sie erklärte mir schliesslich was der Grund ihrer Unruhe war. Sie hatte einen Hilferuf aus dem Etosha Nationalpark erhalten, dort sassen anscheinend ca. ein Dutzend Japaner fest, weil ihr Bus einen Bruch der Kardanwelle erlitten hatte. Sie war angefragt worden ob sie mit ihrem VW-Bus einen Teil der Japaner zu ihrem nächsten Ziel führen würde, das Ziel war Opuwo.

Ich wusste was das bedeutet, von Outjo musste man zuerst zum Etosha N.P. fahren, = 100km Teerstrasse, dann nach dem Aufladen der Gäste wieder zurück nach Outjo, von dort weiter nach Kamanjab, weiter um den westlichen Teil des Nationalparks herum zum Ziel Opuwo, alles natur Strasse. Nochmals ca. 400 km.

Ich anerbot mich Guggi mitzufahren, damit sie jemand zum plaudern hatte. Sie nahm mein Angebot dankend an. So packte ich rasch ein Paar Sachen zusammen und schon waren wir unterwegs. Bald schloss sich uns noch ein anderer Fahrer an, ebenfalls mit einem VW-Bus.


Hier die Reiseroute für die Japanischen Gäste

Als wir nach ca. 100 km. in Okaukuejo dem Camp im Etosha NP. ankamen war von den Japaner nichts zu sehen. Nur der defekte Bus stand da. Wir erfuhren dass die Japanischen Gäste noch kurz einen Wildbeobachtungs Turn mit machten.
Als sie dann endlich auftauchten wollten sie zuerst noch ihren mitgebrachten Lunch verzehren, sie weigerten sich konsequent ihren Lunch im Bus zu verzehren. Anschliessend hatten diese Gäste zuerst einen ziemlich langen Disput wer nun mit wem in welchen der VW-Busse steigen solle.

Dann endlich konnten wir losfahren. Den beiden Fahrern war anzusehen, dass sie schon recht genervt waren ob dem Gehabe der japanischen Gäste. Mir und den beiden Fahrern war klar, dass wir noch ziemlich in die Nacht fahren würden, was auf Naturstrassen allein schon eine riskante Sache ist, man muss wissen, dass auf der Strecke zwischen Outjo und Opuwo viel Rindvieh frei herumläuft oder sich sogar auf der Strasse niederlegt. Denn Zäune sind auf dieser Landesgegend unbekannt.

Leider war zu jener Zeit der westliche Teil des Etosha NP. noch nicht erschlossen, darum musste man den Riesenumweg um den Park herum machen. Heute ist der westliche Teil des Parks auch erschlossen und es gibt einen Ein-& Ausgang ganz im Westen.

Wir kamen schlussendlich tief in der Nacht in Opuwo an und fanden auch gleich die Unterkunft welche für die Japanischen Gäste reserviert war. Auch ich und die beiden Fahrer bekamen je ein Zimmer. Vorher mussten wir noch unseren gar nicht unbedeutenden Hunger stillen. Wir sassen dann noch zusammen mit dem schwarzen namibischen Reiseführer, der Japanischen Gäste.
Es war sehr interessant für mich zu hören was dieser Einheimische so alles erlebte mit seinen jeweiligen Gästen. Er erzählte uns auch wie er eine Malaria Infektion als junger Mann nur knapp überlebte. Eine sehr interessante Gesprächsrunde habe ich da miterlebt.

Am nächsten Morgen hatten wir es nicht sehr eilig, denn in den frühen Morgenstunden war auch der reparierte Bus wieder eingetroffen und die japanischen Gäste waren schon bald wieder unterwegs zurück nach Kamanjab und weiter in den Süden.

Wir stiegen nach einem ausgiebigen Frühstück wieder in unsere VW-Busse und kehrten nach Outjo zurück.

Warum man mit diesen orientalischen Gäste einen solchen Aufwand betreiben musste erfuhr ich auf der Rückreise von Guggi. Wenn der Veranstalter einer Reise für japanische Gäste nicht genau den Ablauf einhält welcher die Reisenden vor der Reise schriftlich erhalten, wird er verklagt und zwar recht scharf und das soll sehr teuer werden. Dieser Leerlauf den ich als nicht ungefährlich erachtet habe hat mir zu denken gegeben.

Nun ich blieb ja noch ein paar Tage in diesem wunderbaren Land und konnte hinfahren wo ich wollte und machte mir keinen Stress. Man kann sich hier in Europa gar nicht vorstellen wie das ist mal stundenlang auf einer Strasse zu fahren ohne irgendwelche anderen Verkehrsteilnehmer anzutreffen.

Zudem habe ich in jenem Jahr das Land noch nie so grün erlebt wie bei dieser Reise, anscheinend hatten sie dort im namibischen Frühling sehr ergiebige Niederschläge. Sogar in der Sandwüste, der Namib, sah ich einen Hauch von grün.

Thedy

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Zwei unterschiedliche Erlebnisse 08 Jan 2019 09:40 #2

Lieber Thedy, vielen Dank für deinen Reisebericht über Namibia. Fremde Länder interessieren mich sehr gerade und auch weil ich Namibia nicht kenne.

Liebe Grüsse
kornblume

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in die Menschen hineinhuschen kann.

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Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in die Menschen hineinhuschen kann.

Letzte Änderung: von kornblume.

Zwei unterschiedliche Erlebnisse 08 Jan 2019 13:23 #3

Lieber Thedy,

Dein Bericht über Namibia ist sehr ineressant. Was mir auffällt sind die asiatischen Reisegruppen, welche offenbar ein sehr streng fixiertes Programm haben, welches keine Flexibilität zulässt. Eigentlich sehr schade.

Danke für diesen ausgezeichneten Bericht.

pablito

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Zwei unterschiedliche Erlebnisse 08 Jan 2019 15:21 #4

Danke für Deine Bericht, Thedy. Dir hat's offensichtlich das südliche Afrika angetan, genau wie uns das südliche Amerika.

Irgendwann, 2001 oder so, bereisten wir ebenfalls Namibia und dann noch teilweise Südafrika mit einem Toyota Landcruiser und aufgebauter Kabine. Ich finde aber leider bei mir auch nach längerer Suche keine Bilder davon.
Namibia erlebten wir als ganz spannendes und einzigartiges Land - Wüste, Berge, Schluchten, Steine...

Dort habe ich gelernt, wozu der Tageskilometerzähler überhaupt da ist : Wenn man auf der Karte eine Abzweigung in ca. 38 km entdeckt hat, die man auch nehmen will, sollte man diesen Zähler auf Null setzen. Wenn man dann spätestens nach 50 km noch keine Abzweigung gesehen hat, sollte man umdrehen und sie suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sie übersehen hat, ist sehr gross.

Ich habe danach immer wieder davon geträumt, einmal die Etosha-Pfanne beim ausbrechenden Frühling zu erleben - es muss eine reine Pflanzen- und Blumen-Explosion sein.


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter
Letzte Änderung: von jipégé.

Zwei unterschiedliche Erlebnisse 08 Jan 2019 15:43 #5

Nun sind die Bilder doch aufgetaucht :



























Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter
Letzte Änderung: von jipégé.

Zwei unterschiedliche Erlebnisse 08 Jan 2019 16:56 #6



jipégé, dieses Bild fasziniert mich. Darf ich es haben ? Möglicherweise würde ich es einmal in einem anderen Forum verwenden.

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Zwei unterschiedliche Erlebnisse 08 Jan 2019 17:23 #7

natürlich !
Die Sträusse liefen und rannten immer im gleichen Tempo wie unser Fahrzeug. Als es ihnen dann doch zu schnell wurde, hüpften sie ab der Strasse


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter

Zwei unterschiedliche Erlebnisse 08 Jan 2019 17:30 #8

Danke !

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Zwei unterschiedliche Erlebnisse 09 Jan 2019 09:33 #9

  • Thedy
  • Thedys Avatar Autor
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  • Beiträge: 335
Hallo Jean-Pierre,
wenn ich Deine Bilder sehe fühle ich sofort die Wärme und rieche den Geruch des "Busches". Als ich 2000 das erste Mal in Namibia weilte, das war eine organisierte Reise. Da traffen wir praktisch fast keine anderen Reisegesellschaften an. Als ich das letzte Mal mit meiner Frau dort war (2008), waren überall "Touris" anzutreffen als organisierte Gesellschaften oder auch als private Urlauber. Was ich in meinen 7 diversen Reisen in diesem schönen und abenteuerlichen Land alles erlebt habe mit Europäern die keine Ahnung hatten was für ein Land sie gerade besuchten. Keine Ahnung von Autofahren auf Naturstrassen, keine Ahnung wie man ein Rad wechselt (da gibt es keinen TCS der einem das abnimmt), keine Ahnung wieviel Trinkwasser bei sich haben sollte, null Ahnung über die Geografie des Landes, kein gutes Kartematerial, etc.

Aber bei jeder nur sich bietenden Gelegenheit, mit Sekt anstossen weil in den Sanddünen für die Touris ein Abendessen serviert wird!!!
Mit weissen Tischtüchern und Servietten.
Und das nennt sich dann Afrika !!!!

Herzlichen Dank für Deine Bilder.
Thedy

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Letzte Änderung: von Thedy.

Zwei unterschiedliche Erlebnisse 17 Apr 2019 19:23 #10

Hallo Thedy,
"lebe deinen Traum" heisst es. Ich verpasste, diese Anregung für mich anzuwenden. Dein vorzüglicher Bericht zog aus meiner Erinnerungsschublade meinen Traum vom Segelfliegen in Namibia hervor. In Bitterwasser besteht eine Bitterwasser Lodge & Flying Centre, wo man einer langen Palmenallee eine neue Palme pflanzen kann. Das aber nur dann, wenn man eine segelfliegerische Glanzleistung von dort aus erfüllt. Beispielsweise einen Weltrekord aufstellte oder tausend Kilometer mit Start und Landung an diesem Ort nachweist. Dazu kommt noch die Erschwernis erst nach Sonnenaufgang zu starten und vor Sonnenuntergang zu landen. Abgesehen von allen zusätzlichen internationale und regionalen Gesetzen der Luftfahrt spielen noch die klimatische Verhältnisse eine lebenswichtige Rolle. Beispielsweise Wasservorrat mitzuführen. Also eine ziemlich komplexe Angelegenheit, um eine Palme zu pflanzen, wobei ich die finanziellen Aspekte gar nicht erwähnte. Als ich über letztere verfügen konnte, wehte bereis die Fahne des Eintritts in den Ruhestand. Obwohl ich mich als fit bezeichnen kann, wollte ich die Spuren des Alterns beachten und so träume ich weiter...
Es tut dem Ego nicht gut, alle seine Träume zu leben! Ich habe Deinen Bericht in meine Vogelperspektive transformiert und ihn zusammen mit Deinen und den Fotos von jipégé genossen.
Besten Dank
Liebe Grüsse
Gerd

Gerd

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Gerd
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