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THEMA: Vernunft statt Ideologie!

Vernunft statt Ideologie! 26 Nov 2019 12:15 #16

Wenn Du wüßtest, wie sehr unser Bürgermeister dafür kämpft, auch auf Privatgrund riesige Bäume fällen zu dürfen. Das ist eine Tatsache.

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Vernunft statt Ideologie! 26 Nov 2019 12:55 #17

Andreas, ich beziehe mich auf den Eingangsbeitrag von Peter.
Von einem anderen Untertitel (z.B. Bäume fällen ja oder nein) weiss ich nix und sehe auch keinen Sinn darin, obwohl mich dieses Thema auch interessieren würde. Kann ja sein, dass ich in meinem hohen Alter alles missverstanden habe :evil:
Zum Herumstreiten fehlt mir die Lust, denn ich lasse mir nicht gern die gute Laune verderben.


Peter schrieb: Letzte Woche lag in meinem Briefkasten eine Zeitung, die ich nie bestellt habe. Es handelte sich um ein «Extrablatt» mit dem Titel «Vernunft statt Ideologie». Als ich das Sünneli-Logo sah, landete das Blatt direkt in der Papiersammlung. Heute habe ich mir dann beim Papier Bündeln doch noch etwas Zeit genommen um mich über ideologiefreie Vernunft zu informieren.
Aus der Lektüre habe ich viel gelernt: Wer sich wegen der Veränderungen beim Klima Sorgen macht, läuft Gefahr, auf die Propaganda der Linken und Grünen hereinzufallen, die, sollten sie bei den nächsten Wahlen gewinnen, unser Land direkt in den Kommunismus führen werden. Die Schreibenden fürchten sich zudem davor, dass eine links-grün gefärbte Regierung auf eine Umverteilung von Vermögen hinarbeiten könnte. Denn für linke und grüne Kreise «ist die Schweiz ein Bankkonto, von dem sie das Geld abheben können, das andere vorher einbezahlt haben». Wie die «Anderen», vor allem die ohne Lohnausweis, das Geld, das sie angeblich einbezahlt haben, erworben, ergaunert und hinterzogen haben, steht leider nicht in diesem Blatt.
Ausserdem ist die Schweiz nicht für den Klimawandel verantwortlich zu machen – sollte er denn tatsächlich von Menschen verursacht sein, was Roger K., Klimatologe und im Nebenberuf Journalist und Herausgeber einer früher noch lesenswerten Zeitung, ernsthaft bezweifelt. Dazu ist unser Land sowieso viel zu klein. Ins Gewicht fallen hierzulande nur die Zuwanderer. Von denen sind in den letzten 13 Jahren rund eine Million in unser Land eingedrungen. Und die verbrauchen gemäss der besagten Zeitung «59 Milliarden Liter Wasser, das unseren Bauern im Sommer fehlt!». Sie sind auch der alleinige Grund dafür, dass die Schweiz zubetoniert wird, für den hemmungslosen Konsum, explodierenden Ressourcenverbrauch sowie verstopfte Strassen, überfüllte Züge und überhaupt für alle klima- und landschaftsschädigenden Emissionen in unserem sonst so properen Land.
Als Lösung all dieser Probleme wird in der Zeitung dann das Parteiprogramm der Sogenannten Volkspartei (SVP) präsentiert, das griffige Lösungen anbietet:

Einschränkung der Entwicklungshilfe: Dieses «Fass ohne Boden» darf nicht noch mehr gefüllt werden! Dazu gibt’s ja auch schon einen Vorstoss dieser Partei im Parlament, wonach Entwicklungshilfegelder vermehrt für die Bedürftigen im eigenen Land verwendet werden sollen (denen die gleiche Partei gleichzeitig immer wieder die Mittel kürzen möchte, damit die eigene Klientel – sprich: der Partei-Eigentümer, seine Sippe und seine Freunde – weniger Steuern bezahlen muss).

Bewahrung der Privatsphäre: Hier befürchtet die Sogenannte Volkspartei vor allem «die Abschaffung des Bankgeheimnisses, den automatischen Informationsaustausch, die Einschränkung des Bargeldverkehrs und die Überwachung auf Schritt und Tritt». Bei Sozialschmarotzern, Scheininvaliden und Wirtschaftsflüchtlingen (partei-interne Fachausdrücke für Sozialhilfe- und IV-Bezüger und Asylanten) legt man hingegen grossen Wert auf eine Totalüberwachung, denn die verursachen ja Millionenschäden, ganz im Gegensatz zu den Steuerhinterziehern und -betrügern, Schwarzgeldjongleuren und Lohnabzockern, denn die bezahlen ja den Parteibeitrag und unterstützen die Partei mit Wahlspenden…

Gegen einen aufgeblasenen Staat: «Immer mehr Aufgaben, die vorher privat gelöst wurden, übernimmt der Staat», steht da. Und es wird vorgerechnet, dass einer Familie mit zwei Kindern von einem Einkommen von 116’000 Franken gerade noch 54’480 Franken übrig bleiben. Damit das Resultat so krass ausfällt, wurden allerdings die Ausgaben für Krankenkasse, Auto, Kleider, Möbel und Tabak auch in die Rechnung einbezogen. Dass bei einer Privatisierung der Strassen, der Bahn und wenn möglich auch von Strafvollzug, AHV, IV, Radio, Fernsehen und dem Schulwesen etc. die neuen Besitzer effizienter und kostengünstiger wirken würden, steht ausser Zweifel. Besonders wenn diese aus den Reihen dieser sozial denkenden und allein im Interesse des Volkes handelnden Partei stammen würden… Und unsere Kindeskinder würden endlich wieder, wie damals wir, Wilhelm Tell, Winkelried, Adrian von Bubenberg und die Helden von Marignano und St. Jakob an der Birs wieder als wirkliche Volkshelden und Befreier der Schweiz vermittelt bekommen.

Als ich dann noch auf eine Viertelseite stiess, die ein bekannter Politiker, der im Internet auch als Oberwil-Löli bekannt ist, mit einem Elaborat gegen Ausländer und nicht christliche Individuen gefüllt hat, habe ich tief durchgeatmet, die Zeitung zusammengefaltet und in den Papierbund gesteckt, diesen gebunden und vor das Haus gestellt. Das gleiche Schicksal wird auch die Liste der besagten Partei vor den Wahlen im Herbst ereilen.


PS
Auch wenn dieser Beitrag schon etwas älter ist, heisst das noch lange nicht, dass man sich darüber etwas später keine Gedanken machen darf.
Wenn schon Untertitel, dann soll man das auch erkennbar - lesbar - sein. Ansonsten könnte man ein neues Thema eröffnen.

Gruess us Winti - Inge

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Gruess us Winti - Inge
Letzte Änderung: von carmen.
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