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THEMA: Führung und Konzert im Städtli Willisau

Führung und Konzert im Städtli Willisau 16 Nov 2018 19:56 #1

Es ist noch gar nicht so lange her, seitdem die Stadt Willisau, eine kleine ummauerte und kompakte Kleinstadt mit Marktrechten, mit dem sie umgebenden Land zu einer gemeinsamen Gemeinde, "Stadt Willisau" fusionierte. Das war erst 2004 der Fall!

Am Donnerstag, 15. November reisten 25 BäreHöckler über Langenthal mit der BLS in diesen Ort auf den nördlichen Ausläufern des Napf auf luzernischem Gebiet. Mir noch vollkommen fremd, nur auf der Karte natürlich bekannt, und von den bekannten Willisauer-Ringli.

Auf die Idee gekommen, uns nach Willisau einzuladen, ist ein Kontakt zum Senioren-Orchesters Luzern, das an diesem Tag eben hier in der Katholischen Kirche ein klassisches Konzert gab. Jean Pierre nahm die Idee auf und organisierte die Reise und das weitere Programm mit einer Führung durch das Stedtli.



Durch das untere Tor führte uns der Weg in die Innenstadt. Wir sehen auf dem Bild bereits deren Ende, das obere Tor, das im Bogen sich zeigt. Nicht unbegründet zu vergleichen mit Aarberg (1367 wurden die Grafen von Aarberg durch Heirat Willisauer Stadtherren) - übrigens auch das Problem mit den Autos, die da parkiert sind!



Vor dem Rathaus besammelten wir uns zur Führung. Eine junge Stadtführerin nahm uns in Empfang und stieg mit uns als erstes zum Dachgeschoss hinauf, wo ein kleiner Theatersaal mit Bühne eingerichtet ist. Dort hörten wir aus der Geschichte der Stadt, von der man als erstmalige Erwähnung des Ortes Willineshôwo um das Jahr 1101 hörte. Die vielen Besitzerwechsel durch Grafen, Herzöge und Freiherren führten am Ort immer wieder zu Zerstörungen. Viermal sei das Städtchen - mutwillig! - niedergebrannt worden. Wer diese schicksalbefaftete Geschichte nachlesen will, dem empfehle ich die Wikipedia-Seite zu studieren! Suchstichwort 'Willisau'.



Der Bühnenvorhang nimmt ein romantischeres Bild zum Thema auf, als es das Leben in diesem Ort darstellte. Jedenfalls wurden die Häuser immer wieder aufgebaut, jedesmal schöner und zuletzt aus Steinen. Schade, dass der Himmel mit einer dicken Hochnebeldecke unseren Eindruck von den schmucken Häusern leicht zu mindern vermochte - ämel aus der Sicht der Fotogräfinnen und Fotografen.





Zur Geschichte gehört natürlich auch das berühmte Bäckereiprodukt, das Willisauerringli. An ihm haben sich die Bäckereibetriebe früh die Zähne ausbissen im Streit, wer denn nun der Urheber der Marke sei. Wir wurden dann auf dieses Haus aufmerksam, das an der Fassade für Klarheit sorgt. Der Laden und das Café im Erdgeschoss ist übrigens soooo gluschtig, dass es gefährlich ist, darin zu schneuggen. Kann ich wirklich bestätigen.

Die humorige Führerin erklärte uns, wie man ein solch hartes Ding richtig essen muss. Mit dem Ringli in der flachen Hand, schlägt man diese auf die Spitze des angewinkelten Ellenbogens des anderen Armes (habe ich dies jetzt richtig wiedergegeben? ) Wer es fertig bringt, dass das Ringli in VIER Teile zerbricht, der darf unter Vorweisung des Resultates auf der Stadtkanzlei das Stadtbürgerrecht - oder so was ähnliches - abholen!



Hier ist das Markenzeichen im Schild beim Chocolatier Amrein zu sehen.



Und hier das Haus mit seiner Fassade und dem klaren Verdikt als Urheber und einzigen Vertreibers.





Unser Weg führte uns an Häusern vorbei, die bei den Bränden unversehrt blieben. Sie stehen noch heute an der Mühlengasse, einzelne Gebäude der sie einst vorgebauten steinernen Fassade wieder entledigt. Zum Vorschein kamen prächtige Holzwerkgebäude, die sich sehen lassen dürfen.



Durch das Obertor verliessen wir die Innenstadt wieder und schauten durch die Putzenscheibchen beim Eingang zur Heiligblutkapelle ins Innere, weil da gerade ein Gottesdienst stattfand. Aber die Geschichte um diese Gedenkkapelle vernahmen wir halt jetzt draussen, bei etlichem Verkehrslärm anschaulich erzählt in typischem Lozärner Dialekt. - Nur "rüdig" habe ich nie gehört!!

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Letzte Änderung: von WillY.

Führung und Konzert im Städtli Willisau 16 Nov 2018 21:17 #2



Eine längere Treppe führte unsere Gruppe der alten Stadtmauer entlang hinauf zur ehemaligen Burg, dem heutigen Schloss, Landvogteischloss genannt, und zu einer grossartigen Übersicht über die Stadt und ihre Türme. Im Schloss finden die Musikschule, die KESP, die Schulsozialdienste ihre Räume, aber auch sehr schön gestaltete Trauungssääle sind zu bewundern.









Die heute riesige Kirche war ursprünglich ein Turm, rechts. Daran angebaut wurden dann jeweils immer grössere Kirchenräume, bis zur heutigen Form - und Höhe. Da erwies es sich, dass die Glocken im Turm von der Westseite der Stadt nicht gehört werden können. Dazu gehört aber auch die wichtige Notglocke, bei Bränden und Kathastrophenalarm usw.



So versuchten sich verschiedene Architekten an Lösungen. Der monumentale, zweigeschossige Glockenturm des Architekten Adolf Gaudy, Rorschach, gilt als architektonische Pionierleistung im Eisenbetonbereich und ersetzte anlässlich einer zeitbezogenen Renovation 1928/29 einen zierlichen zu klein gewordenen Dachreiter. Immerhin sind darin mehrere Glocken mit einem Gesamtgewicht von 8 Tonnen installiert (ohne Gewähr).





Wieder unten im Stedtli spazierten wir zum Mittagessen wieder in die Hauptgasse. Es fielen mir viele interessante Details an den Fassaden auf, die sicher auch andere MitfotografInnen noch ergänzen werden. Moderne Architektur versucht, mindestens in den hinteren Gassen, die Lücken der altersbedingt abgebrochenen Gebäude, durch neue Akzente zu füllen.



In der Pizzeria "La Strada" wurden wir dann sehr effizient und mit für mich fast unheimlichem Tempo mit einem Riesenteller Salat, mit Pizzen und Saltimbocca bedient, Dessert und Mineralwasser inbegriffen. Wir hätten wirklich gemütlicher Zeit gehabt, aber das Personal wollte eben um 14 Uhr in die verdiente "Zimmerstunde"!

So fanden wir uns nach dem obligaten Besuch und Ringlieinkauf beim Amrein Chocolatier oder anderen Sehenswürdigkeiten zum Konzert bei der Katholischen Kirche Peter und Paul ein. Drei Bankreihen wurden für den Bäre-Höck freigehalten. Die Kirche füllte sich bis zum letzten Platz.



Ja, auch die Musik füllte den riesigen Raum mit Klängen, die ihm entsprachen: Zu Beginn mit der 'Finlandia' von Jan Sibelius. Dieses Werk kannte ich schon und freute mich sehr, die Blechmusiker mit den mächtigen Bässen und zierlichen Streicher- und Holzbläsertöne zu hören - alles jedoch etwas vermantscht ob des halligen (oder heiligen?) Raumes wegen. Aber es gefiel mir trotzdem sehr gut. Die Begrüssung (ja sogar die Gruppe aus Bern wurde erwähnt), die Einleitung und die Zwischenansagen hätten kürzer und technisch besser verständlich dargeboten werden können. Aber die Musiker und der junge Solist mit der Klappentrompete gaben jedenfalls ihr Bestes.

Leider ereignete sich beim Absteigen über die grosse Kirchentreppe noch ein Unfall einer unserer Teilnehmerinnen, über den uns vielleicht Jean Pierre noch kurz berichten wird. Jedenfalls musste ein Arzt aufgesucht und später eine Ambulanz die verletzte Person ins Spital bringen. Wir hoffen alle, dass die Wunden heilen und das Erlebnis den eigentlich vielseitigen und interessanten Ausflug nicht überschattet.

Herzlichen Dank für die Idee und die Organisation des Anlasses.

Ich hoffe, es gibt Ergänzungen zum Text und zu den Bildern und freue mich darauf.
WillY

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Letzte Änderung: von WillY.

Führung und Konzert im Städtli Willisau 17 Nov 2018 09:52 #3

Herzlichen Dank Willy für die ausführliche Dokumentation in Bild und Text, bestens hast du das gemacht, Chapeau!
Schön war es in Willisau, ich war überrascht wie schön das Städtchen ist, es erinnerte mich ein wenig an Aarberg.
Das Konzert war wunderbar, ein dickes Danke an die Organisatoren!
Liebi Grüessli Hilde

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Führung und Konzert im Städtli Willisau 17 Nov 2018 16:34 #4

s'Rösi isch wieder deheime, mit Chrücke, ere dicke Manschätte ums operierte Bei u emene Pflaschter über de täckerete Ougsbroue, aber beschtens gluunt u gueter Hoffnig


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter

Führung und Konzert im Städtli Willisau 17 Nov 2018 17:53 #5

Das mit der "gueter Hoffnig" lassen wir jetzt mal so stehen. Ich wünsche Rosa von Herzen gute Erholung und rasche Heilung der Verletzungen. Paul möge ihr das weiterleiten.
Schönen Sonntag euch allen und vor-adventliche Grüsse von eurer Blumenfrau

PS: bin schon am Kleben und Gestalten für die Ausstellung in der popup galerie am dreieck in Ostermundigen.

...und viel mehr Blumen, solange es geht, nicht erst auf Gräbern, da blühn sie zu spät.

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...und viel mehr Blumen, solange es geht, nicht erst auf Gräbern, da blühn sie zu spät.

Führung und Konzert im Städtli Willisau 17 Nov 2018 18:37 #6

jipégé schrieb: s'Rösi isch wieder deheime, mit Chrücke, ere dicke Manschätte ums operierte Bei u emene Pflaschter über de täckerete Ougsbroue, aber beschtens gluunt u gueter Hoffnig


Danke Jean Pierre fürs informieren, es ist schön zu wissen dass es Rösi gut geht!
Liebe Grüsse Hilde

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Führung und Konzert im Städtli Willisau 17 Nov 2018 21:32 #7

Herzlichen Dank lieber WillY für deine schöne Bild-Reportage. Ja die Stadtführerin hat das sehr gekonnt und mit viel Witz gebracht. Es war kurzweilig.
Auch dem Organisator Jean-Pierre ein grosse Dankeschön. Das Mittagessen war zackig auf dem Tisch und trotzdem gabs noch einen Dessert-Nachschlag :lol: Da ich die Willisauer-Ringli nicht mag, habe ich mir in der Konditorei noch ein drittes Dessert gegönnt. 100 gr Pralinée die ich, bis ich Zuhause war, alle verdrückt habe :lol:

Pablitos Frau Rösli wünsche ich auch an dieser Stelle nochmals herzlich gute Besserung!

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in die Menschen hineinhuschen kann.

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Führung und Konzert im Städtli Willisau 21 Nov 2018 18:03 #8

Es hat ein wenig gedauert aber jetzt zeige ich meine Fotos von Willisau doch noch




















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Führung und Konzert im Städtli Willisau 21 Nov 2018 18:06 #9


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Führung und Konzert im Städtli Willisau 21 Nov 2018 18:10 #10

wo sind eigentlich die Fotos der anderen Fotografen?
































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Führung und Konzert im Städtli Willisau 21 Nov 2018 18:13 #11


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Führung und Konzert im Städtli Willisau 21 Nov 2018 20:21 #12

Danke, Blöömli, für Deine tollen Bilder !! Du hast oft einen anderen Blickwinkel als die anderen Fotografen und deshalb sind Deine Bilder eine wertvolle Ergänzung.
Mir fehlt aber das BIld Deines zweiten Dessert-Chöpfli !


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter

Führung und Konzert im Städtli Willisau 21 Nov 2018 21:41 #13

Danke Jean-Pierre. Hier das zweite Dessert-Chöpfli







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Führung und Konzert im Städtli Willisau 22 Nov 2018 13:33 #14

Den Teller mit dem Caramelchöpfli kannst du drehen und wenden so oft du willst, es wird immer das gleiche sein, gell. Aber guuut war's!

Danke, kornblume, für deine Eindrücke und Bilder. So habe ich mir das auch vorgestellt. Du hast viele eindrückliche Details, vor allem im Landvogteischloss, entdeckt und festgehalten. Aber auch Elisabeth, meine schlotternde Frau. Sie ist seither arg erkältet und schnupft sich durch den Tag. Vielleicht ging es anderen auch so. Der Tag war eben grau und kühl; aber wo Engel reisen, sind wir zufrieden nach Hause zurückgekehrt.
Auch ich wünsche Rösli eine gute Heilung der Sturzfolgen und grüsse alle herzlich
WillY

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Führung und Konzert im Städtli Willisau 23 Nov 2018 14:24 #15

DANKE
Allen Helferinnen und Helfern,
allen die sich so sehr eingesetzt haben,
allen, die uns telefonisch oder per E-Mail und seniorbern um das Befinden meiner lieben Frau Rösli gekümmert haben möchten wir ganz herzlich danken.
Besonders natürlich dem Kernteam für die perfekte Organisation dieses schönen Ausfluges und das Heimholen aus dem Spital. Ihr alle habt grossartige, menschliche Anteilnahme vermittelt, die wir niemals erwartet haben und auch niemals vergessen werden.

Meiner Frau geht es den Umständen entsprechend gut. Es wird seine Zeit dauern, bis die lange Fleischwunde verheilt ist; aber es geht langsam und stetig vorwärts.

DANKE VIELTAUSENDMAL !!

Rösli und Paul Beck (pablito)

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Letzte Änderung: von jipégé.
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